再遠都得走一趟
2014年3月,春天剛開始,櫻花盛開。開學以前總有一段漫長的冬季假期,那時候的我很習慣替自己安排一趟旅行,像是離開原本的軌道,到另一座城市重新校準視線。那一次往西走,以Düsseldorf為據點,往周邊城市慢慢展開,Neuss就在Düsseldorf西南側。至於那趟旅程究竟去了多少地方,現在已經沒有太清楚的印象,只能靠照片、地圖與一些仍然留在身體裡的感覺慢慢拼湊。旅行對我而言,本來就是一種學習,我想親眼確認那些曾經只存在書本、圖面與想像裡的東西,也想知道前人的意志,究竟如何真正落進一座城市、一片土地,最後變成可以被人走進去的現實。
Museum Insel Hombroich 是我一直想去的地方。後來回頭看,才發現自己申請德國藝術學校時提出的許多空間概念,竟然和這裡有某種相近的方向。只是當時的我沒有辦法說得那麼清楚。我只是知道自己喜歡光、喜歡路徑、喜歡空間之間的關係,也一直在想,一件作品可不可以不只是一件物件,而是一個能夠讓人進入、停留、移動、重新理解自己的場域。那時候我還不知道,在異國他鄉,早已有人把這些事情實踐得如此完整。
我記得那些方塊體,像方糖一樣散落在草地與樹林之間。形式簡單得近乎不可思議,磚、玻璃、牆、開口,沒有多餘的表情,但真正走進去以後才明白,讓空間成立的其實是光。光沿著牆面移動,穿過玻璃,停在磚牆上,空間一下子變得有重量。我以前讀過軸線,也看過威尼斯Scarpa對材料、轉折、開口與視線的控制,後來才慢慢明白,大師們都有自己的一套規則。那些規則像魔法,但魔法背後其實是極度精確的判斷。到了Museum Insel Hombroich,我第一次很直接地感受到,原來這些方法不只存在於經典案例裡,它可以落在一個看似安靜、甚至沒有太多姿態的地方,然後透過風、光、水、影,變成一種真正令人感動的經驗。
Langen Foundation則是另一種震動。安藤忠雄的建築我早就知道,在台灣亞洲大學美術館也看過相似的語彙,清水混凝土、玻璃、水面、長軸線,這些都是熟悉的手法。但真正到了Neuss,氣候、光線、植物、濕度、季節全部改變以後,同一套語言卻呈現出完全不同的氣場。那天櫻花盛開,我沿著水面與步道往前走,玻璃、天空、櫻花與倒影疊在一起,那個畫面到現在還在。我繞了幾圈早已記不得,只記得不想離開。空間裡好像真的有一種光的魔法,讓人捨不得走快。
那時候那裡幾乎只有我一個人。畫面乾淨得令人難忘,也可能因為實在太遠了,遠到你不會隨便再回去。照片一張接著一張拍,像是想多保存一些什麼。後來我看到一位工作人員從容地沿著櫻花與水面的步道往前走,那只是她上班的日常,我卻站在旁邊看得有些羨慕。對我而言如此遙遠、需要特地來到的地方,對另一個人只是每天走過的路。那一刻我突然明白,空間真正厲害的地方,可能就在於它最後會成為某些人的生活,而不只是一個被觀看的作品。
後來我才慢慢理解Karl-Heinrich Müller的想法。一開始只是一個人的夢,後來變成一群人的夢。收藏家、藝術家、建築師、景觀設計師、音樂家、作家、哲學家,在一整片廣大的基地裡慢慢工作,經營數十年,讓藝術、建築、自然、音樂、哲學、繪畫與文學持續發生。當整片土地都被視為作品,作品也就不再只是某一件雕塑或某一棟建築。建築設計的是人與作品的關係,景觀設計的是人與自然的關係,步行設計的則是作品與作品之間的時間。你真正走進去以後,才會發現這裡的核心一直是「關係」。
在這空間中我是觀測者或是被觀測者。時間的分配優先於物件的分配。十一座建築散在二十五公頃裡,兩座之間隔著幾百公尺草地,你必須用腳把它們連起來。那幾百公尺沒有作品,卻決定了你走進下一座建築時的狀態。步行的距離是作品的一部分。Hombroich 取消了順序,用面積與岔路把選擇權交出去。路可以是形式,場也可以是形式,差別在於誰決定順序。
取消標籤等於轉移責任。拿掉作者、年代與材質,判斷的責任就回到站在作品前的人身上。這個做法有嚴格的適用條件,它假設觀眾願意待上半天,也假設觀眾有能力承接這份責任。
這件事對來自島嶼的我衝擊很深。我們也談地景、談藝術節、談地方創生,卻經常急著要看見成果,急著要有人潮,急著要在一年之內完成一場盛大的事件。Hombroich讓我看到另一種尺度。它願意用幾十年讓一片土地慢慢成形,願意接受某些事情暫時看不到回報,也願意相信一個願景可以經過很多人、很多世代持續修正。這種長期性,對當時的我而言幾乎難以想像。
我有時候會想,Müller最初站在那片土地上的時候,究竟看見了什麼。眼前也許只是荒地、舊建築、濕地與農田,但他看到的是一整個尚未完成的世界。所謂勇氣,也許就在這裡。夢很容易說,真正困難的是願意用數十年的時間去支撐它,還要讓其他人相信這個畫面值得一起完成。一群人願意看見你的想望,然後助你一臂之力,這才讓一個人的夢逐漸變成現實。
回頭看2014年的自己,我其實還很焦躁。眼前看到那麼多好的建築、藝術與空間,只能快速吸收,還沒有能力安靜地看見它們背後真正深層的結構。那時候被形式與光線感動,今天再回看,才比較能理解真正震撼我的其實是那種長期經營一個理想的意志。即使到了今天,我還是無法全然看透這些巨作背後需要多少勇氣、資源、等待與失敗,只是終於比較明白自己當年為什麼會如此著迷。
多數的旅程其實都是我一個人的獨白。櫻花下,我停留了一會,不想離開。後來想想,也不必真的把什麼帶走。那個畫面留在心裡就夠了。真正留下來的是某種更深的烙印,它慢慢進入我的創作、我的觀看方式,也進入我後來對公共空間的理解。
有些清單一直沒有完成,有些地方一直想再去。現在持續書寫這些記憶,對我而言像是一種修復,也是一種放下,更是一種紀念。很多事情可以在書裡知道,可以在網路上看見,但有些場域你一定得親自到訪。因為只有當風真的吹過來,光真的落在牆上,水面真的映著櫻花,你才知道自己到底喜不喜歡,也才知道那些前人留下的意志,究竟能不能真正穿過你。
所以有些地方,再遠都得走一趟。
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Kein Weg ist zu weit
Im März 2014 hatte der Frühling gerade begonnen, und die Kirschblüten standen in voller Pracht. Vor Semesterbeginn gab es immer lange Winterferien. Damals plante ich für mich gern eine Reise, als würde ich die gewohnte Spur verlassen und meinen Blick in einer anderen Stadt neu ausrichten. Diese Reise führte nach Westen. Düsseldorf diente mir als Ausgangspunkt, von dort erschloss ich nach und nach die umliegenden Städte; Neuss liegt südwestlich von Düsseldorf. Wie viele Orte ich auf jener Reise tatsächlich besuchte, weiß ich heute nicht mehr genau. Ich kann sie nur mithilfe von Fotografien, Karten und einigen Empfindungen zusammensetzen, die noch immer in meinem Körper geblieben sind. Reisen war für mich stets eine Form des Lernens. Ich wollte mit eigenen Augen überprüfen, was zuvor nur in Büchern, Plänen und Vorstellungen existiert hatte. Außerdem wollte ich wissen, wie sich der Wille früherer Menschen tatsächlich in einer Stadt und einem Stück Land niederschlagen und schließlich zu einer Wirklichkeit werden kann, die man betreten kann.
Museum Insel Hombroich war ein Ort, den ich schon lange besuchen wollte. Als ich später zurückblickte, erkannte ich, dass viele räumliche Ideen aus meinen Bewerbungen an deutschen Kunsthochschulen überraschend eng mit diesem Ort verwandt waren. Damals konnte ich das jedoch noch nicht so klar formulieren. Ich wusste nur, dass ich Licht, Wege und die Beziehungen zwischen Räumen mochte. Immer wieder fragte ich mich, ob ein Werk mehr als ein einzelner Gegenstand sein könne, ob es zu einem Feld werden könne, das Menschen betreten, in dem sie verweilen und sich bewegen und durch das sie sich selbst neu verstehen können. Damals wusste ich noch nicht, dass andere diese Gedanken in einem fremden Land längst so vollständig verwirklicht hatten.
Ich erinnere mich an jene kubischen Baukörper, die wie Zuckerwürfel zwischen Wiesen und Wäldern verstreut lagen. Ihre Form war beinahe unglaublich schlicht: Ziegel, Glas, Wände und Öffnungen, ohne jede überflüssige Geste. Erst als ich hineinging, verstand ich, dass es eigentlich das Licht war, das den Raum entstehen ließ. Es wanderte über die Wände, durchdrang das Glas, ruhte auf dem Ziegel und verlieh dem Raum plötzlich Gewicht. Ich hatte über Achsen gelesen und gesehen, wie Scarpa in Venedig Materialien, Wendungen, Öffnungen und Blicklinien kontrollierte. Allmählich begriff ich, dass jeder Meister ein eigenes Regelsystem besitzt. Diese Regeln wirken wie Magie, doch hinter der Magie stehen äußerst präzise Entscheidungen. Im Museum Insel Hombroich erlebte ich zum ersten Mal unmittelbar, dass solche Methoden nicht nur in kanonischen Beispielen vorkommen. Sie können sich in einem stillen, beinahe gestenlosen Ort niederlassen und durch Wind, Licht, Wasser und Schatten zu einer Erfahrung werden, die wirklich berührt.
Die Langen Foundation löste eine andere Art von Erschütterung aus. Tadao Andos Architektur kannte ich längst, und im Asia University Museum of Modern Art in Taiwan hatte ich bereits eine ähnliche Sprache gesehen: Sichtbeton, Glas, Wasser und eine lange Achse. Diese Mittel waren mir vertraut. Doch in Neuss hatten sich Klima, Licht, Pflanzen, Feuchtigkeit und Jahreszeit verändert, sodass dieselbe Sprache eine vollkommen andere Atmosphäre entwickelte. An jenem Tag blühten die Kirschbäume. Ich ging am Wasser und am Weg entlang, während sich Glas, Himmel, Blüten und Spiegelungen überlagerten. Dieses Bild ist bis heute geblieben. Wie oft ich den Ort umrundete, weiß ich nicht mehr; ich erinnere mich nur daran, dass ich nicht fortgehen wollte. Im Raum schien tatsächlich eine Magie des Lichts zu wirken, die einen davon abhielt, schnell zu gehen.
Damals war ich dort fast allein. Das klare Bild war unvergesslich, vielleicht auch deshalb, weil der Ort so weit entfernt war, zu weit, um beiläufig zurückzukehren. Ich machte ein Foto nach dem anderen, als wollte ich noch etwas mehr bewahren. Später sah ich eine Mitarbeiterin gelassen auf dem Weg zwischen Kirschblüten und Wasser entlanggehen. Für sie war es nur ihr täglicher Arbeitsweg; ich stand daneben und war ein wenig neidisch. Ein Ort, der für mich so fern war und eine eigens geplante Reise verlangte, war für einen anderen Menschen nur ein Weg des Alltags. In diesem Augenblick verstand ich plötzlich, dass die eigentliche Stärke eines Raumes vielleicht darin liegt, schließlich zum Leben bestimmter Menschen zu werden, statt lediglich ein betrachtetes Werk zu bleiben.
Erst später verstand ich allmählich Karl-Heinrich Müllers Idee. Am Anfang stand der Traum eines Einzelnen, später wurde daraus der Traum einer Gruppe. Sammler, Künstler, Architekten, Landschaftsplaner, Musiker, Schriftsteller und Philosophen arbeiteten über Jahrzehnte langsam auf einem weitläufigen Gelände und ließen Kunst, Architektur, Natur, Musik, Philosophie, Malerei und Literatur fortwährend entstehen. Wenn die gesamte Landschaft als Werk verstanden wird, lässt sich das Werk nicht mehr auf eine einzelne Skulptur oder ein Gebäude begrenzen. Architektur gestaltet die Beziehung zwischen Menschen und Werken, Landschaft die Beziehung zwischen Mensch und Natur, und das Gehen gestaltet die Zeit zwischen den Werken. Sobald man den Ort wirklich betritt, erkennt man, dass sein Kern stets die Beziehung gewesen ist.
Bin ich in diesem Raum der Beobachter oder der Beobachtete? Die Verteilung der Zeit hat Vorrang vor der Verteilung der Gegenstände. Elf Gebäude liegen über fünfundzwanzig Hektar verstreut; zwischen zwei Bauten erstrecken sich jeweils mehrere hundert Meter Wiese. Man muss sie mit den eigenen Schritten verbinden. Auf diesen Hunderten von Metern steht vielleicht kein Kunstwerk, doch die Entfernung bestimmt den Zustand, in dem man das nächste Gebäude betritt. Die Wegstrecke selbst ist Teil des Werks. Hombroich hebt die Reihenfolge auf und gibt die Entscheidung durch Fläche und Weggabelungen an die Besucher zurück. Ein Weg kann Form sein, ebenso ein Feld. Der Unterschied liegt darin, wer die Reihenfolge bestimmt.
Beschriftungen zu entfernen bedeutet, Verantwortung zu übertragen. Fallen Künstlername, Entstehungszeit und Material weg, kehrt die Verantwortung für das Urteil zu dem Menschen zurück, der vor dem Werk steht. Dieses Vorgehen hat strenge Voraussetzungen. Es setzt voraus, dass Besucher bereit sind, einen halben Tag zu bleiben, und dass sie diese Verantwortung tragen können.
Für mich als Menschen von einer Insel war das tiefgreifend. Auch wir sprechen über Landschaft, Kunstfestivals und Regionalentwicklung, doch oft wollen wir möglichst schnell Ergebnisse sehen, Besucherzahlen erzeugen und innerhalb eines Jahres ein großes Ereignis vollenden. Hombroich zeigte mir einen anderen Maßstab. Der Ort war bereit, eine Landschaft über Jahrzehnte langsam Gestalt annehmen zu lassen, zu akzeptieren, dass manche Dinge zeitweise keinen sichtbaren Ertrag bringen, und darauf zu vertrauen, dass eine Vision von vielen Menschen über mehrere Generationen hinweg weiterentwickelt werden kann. Eine solche Langfristigkeit war für mich damals kaum vorstellbar.
Manchmal frage ich mich, was Müller sah, als er zum ersten Mal auf diesem Land stand. Vor ihm lagen vielleicht nur Brachland, alte Gebäude, Feuchtgebiete und Felder, doch er sah eine ganze, noch unvollendete Welt. Vielleicht liegt genau darin Mut. Von einem Traum zu sprechen ist leicht. Wirklich schwierig ist es, ihn über Jahrzehnte zu tragen und andere davon zu überzeugen, dass dieses Bild eine gemeinsame Vollendung verdient. Wenn eine Gruppe von Menschen deine Vorstellung erkennen und dir ihre Kraft leihen kann, wird der Traum eines Einzelnen allmählich Wirklichkeit.
Wenn ich auf mein Ich des Jahres 2014 zurückblicke, war ich noch sehr unruhig. Vor so viel herausragender Architektur, Kunst und Raum konnte ich alles nur schnell aufnehmen; ich war noch nicht fähig, die tieferen Strukturen dahinter ruhig wahrzunehmen. Damals bewegten mich Form und Licht. Heute verstehe ich besser, dass mich in Wahrheit jener Wille erschütterte, ein Ideal langfristig zu pflegen. Selbst heute kann ich nicht vollständig ermessen, wie viel Mut, Mittel, Warten und Scheitern hinter diesen großen Werken stehen. Endlich verstehe ich jedoch klarer, weshalb sie mich damals so sehr faszinierten.
Die meisten Reisen sind in Wahrheit Monologe, die ich allein führe. Unter den Kirschblüten blieb ich eine Weile stehen und wollte nicht fortgehen. Später dachte ich, dass ich tatsächlich nichts mitnehmen musste. Es genügte, das Bild im Inneren zu bewahren. Zurück blieb eine tiefere Prägung. Langsam ging sie in meine Arbeit, meine Art des Sehens und mein späteres Verständnis des öffentlichen Raumes ein.
Manche Listen bleiben unvollendet, und an manche Orte möchte ich noch immer zurückkehren. Diese Erinnerungen weiter aufzuschreiben fühlt sich für mich heute zugleich wie Reparatur, Loslassen und Gedenken an. Vieles kann man aus Büchern erfahren oder im Internet sehen, doch manche Orte muss man persönlich besuchen. Erst wenn der Wind einen tatsächlich berührt, das Licht wirklich auf die Wand fällt und sich die Kirschblüten im Wasser spiegeln, weiß man, ob man einen Ort wirklich liebt. Erst dann weiß man auch, ob der Wille der Menschen vor uns einen tatsächlich durchdringen kann.
Deshalb gibt es Orte, zu denen man reisen muss, ganz gleich, wie weit sie entfernt sind.






