主線任務終究回到柏林
土地、文化、城市的研究,繞了一大圈,最後還是回到柏林。那裡是我在紐倫堡藝術學院「建築與都市研究」學習時很重要的一條主線。雖然學校在紐倫堡,我們觀看城市的方法,卻經是要以柏林出發,再一路延伸到世界其他地方。第一學期十月開學沒多久,我們就開始準備前往巴西聖保羅研究計畫準備。客座教授 Christopher Roth 的「80*81」研究計畫成為其中一條理解世界的方法,課程也開始把聖保羅、巴西的城市發展,以及南美洲現代建築與 Brutalismus 粗獷主義放進討論裡。
除了共同進行的海外研究,每個人也有自己的論文與個別課題,我當時選擇討論移動攤販的經濟行為,以及台灣「檳榔西施」在都市道路與市容之中形成的特殊空間樣態。現在回頭看,那可能只是一個很小的題目,卻是我第一次比較有意識地從自己的國家、土地與城市出發,重新觀看一個地方。
真正影響我的,其實是後面的研究方法。我們開始把一個地方發生的事情帶到另一個地方比較,去看不同國家的歷史條件、政治制度、經濟狀態與土地問題,尋找其中反覆出現的因子。視野慢慢被打開,德國、台灣、巴西開始同時存在於一張圖裡。一個城市遇到的問題,也許世界另外一個角落早就發生過,我們要做的事情,就是去尋找那些已經出現的案例,再把它們帶回柏林。
當柏林市容持續改變中,城市東側許多區域重新進入開發、資本與土地價值的討論,一個新的世界被打開之後,接下來會遇到什麼?住宅、土地、產權、人口移動、都市規範,還有誰可以留在城市裡,答案可能散落在世界各地。我的指導教授 Arno Brandlhuber 是柏林建築師,也是當時紐倫堡藝術學院建築與都市研究的教授,他長期關注柏林的城市發展、建築法規與空間生產,帶著我們去看世界其他地方正在發生什麼,再回頭思考柏林自身的城市建設問題。
多年以後,Brandlhuber教授他對建築與制度的研究一路延伸到 Legislating Architecture,以及 HouseEurope! 這類歐洲層級的建築制度倡議。可以同時理解成「法律塑造設計」與「去設計法律」,「把法律本身也當成建築設計的一部分」。
這也是我後來才慢慢理解的事情,建築可以談一面牆、一個空間、一棟房子,也可以一路往後追,追到土地制度、資本、法律、政治與國家之間的關係,只是當時的我,還沒有能力把這些事情說得那麼清楚。
那趟巴西研究裡,我自己選擇的城市課題是信仰。我去了阿帕雷西達 Aparecida,想理解 Nossa Senhora Aparecida,也就是巴西極重要的聖母信仰,以及一座城市如何圍繞著朝聖逐漸形成。
如果用台灣的經驗去理解,我會想到媽祖信仰與進香。當重要的宗教節日來臨,上萬甚至更多的人同時湧進一座城市,汽車、遊覽車、攤販、信徒與宗教儀式全部集中在同一個地方,人們前來朝聖、祈禱、接受祝福,再離開。那是一個非常壯觀的視野,無盡的廣場、無盡的車流、無盡的市場,以及大到近乎離譜的教堂,人在那個尺度裡突然變得非常小。
我真正想研究的,其實就是這件事情,一個信仰怎麼慢慢變成交通,變成商業,變成廣場,變成建築,最後形成一整套龐大的城市空間秩序。可是我當時困住了,我看到了很多東西,卻不知道應該站在哪一個位置解釋它。剛開始接觸這種研究方法,我甚至不知道研究究竟要怎麼做,很多時候腦袋裡已經有感覺,也知道眼前的事情很重要,語言卻跟不上,無法精確地表達,也無法把自己真正想討論的意圖傳達出去。現在回頭看,那就是學習真正開始的地方。
同一趟旅程裡,我們還去了 Angra dos Reis 一帶的核能設施。核電廠坐落在大西洋沿岸,周圍是海灣、山地與自然景觀,對我而言,那個衝突感很像在墾丁、恆春半島一帶的自然與觀光環境裡,突然出現一座巨大的核能設施,尺度一下又被推向另外一個方向。當時的德國正在逐漸走向核能退場,巴西的核能發展歷史裡,卻留下了一條非常清楚的德國線索。
1975年,巴西與當時的西德簽訂核能合作協議,Angra 2 與 Angra 3 的發展,也和這套技術合作與設備輸出有直接關係。這件事情讓我開始感覺到某種矛盾,一個國家開始重新思考核能風險,同一套技術卻曾經透過國家合作,被帶到世界另外一個地方。能源政策、技術輸出、經濟利益、國家利益與地方環境全部纏在一起,我也就是在那個時候開始理解,建築真正碰到的事情遠遠超過建築本身。它會碰到社會,碰到政治,碰到經濟,碰到土地,也會碰到歷史與人的生活。這也是建築與都市研究真正吸引我的地方,城市規劃、建築與都市研究彼此交錯,建築只是進入問題的一個入口,後面還連著社會學、政治、文學、哲學,以及許多完全不同的知識系統。對我來說,那其實是一種多面向思考的訓練,我也是從那個時候,才真正開始打開自己的想像力。
只是這趟旅程還有另外一條線。我曾經可能就在那場海上的意外裡,直接跟這個世界說再見,最後活了下來。十幾年之後重新回頭,我有時候還是會問自己,既然那一次留下來了,接下來到底要走什麼樣的路?這個世界把我留下來,我究竟想拿剩下的時間做什麼?
也許我後來對時間一直有某種焦慮,就是從那裡開始的,但同一個起點,也一直推著我往前。柏林、巴西、台灣,城市、建築、土地、信仰,最後又全部纏回自己的人生。很多事情當下看起來只是偶然,過了十幾年重新把它們攤開,一段接著一段,我才慢慢看見它們其實一直在形成某種路徑,最後成為我後來創作裡,一條始終沒有消失的主旋律。
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Die Hauptaufgabe führt schließlich zurück nach Berlin
Meine Forschungen zu Land, Kultur und Stadt machten einen großen Umweg und führten am Ende doch nach Berlin zurück. Berlin war während meines Studiums der Architektur- und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ein wichtiger Hauptstrang. Obwohl die Hochschule in Nürnberg lag, nahm unsere Art, Städte zu betrachten, häufig Berlin zum Ausgangspunkt und weitete sich von dort auf andere Orte der Welt aus. Kurz nach Beginn des ersten Semesters im Oktober bereiteten wir bereits ein Forschungsprojekt in São Paulo, Brasilien, vor. Das Forschungsprojekt 80*81 des Gastprofessors Christopher Roth wurde zu einer Methode, die Welt zu verstehen. Zugleich bezog der Unterricht São Paulo, die Stadtentwicklung Brasiliens, die moderne Architektur Südamerikas und den Brutalismus in die Diskussion ein.
Neben der gemeinsamen Forschung im Ausland hatte jeder eine eigene Abschlussarbeit und ein individuelles Thema. Ich untersuchte damals das wirtschaftliche Verhalten mobiler Händler sowie die besondere räumliche Erscheinung der taiwanischen ‚Betelnuss-Schönheiten‘ entlang städtischer Straßen und im Stadtbild. Im Rückblick mag das nur wie ein kleines Thema wirken, doch zum ersten Mal betrachtete ich einen Ort bewusst neu, ausgehend von meinem eigenen Land, meinem Boden und meiner Stadt.
Was mich wirklich prägte, war die anschließende Forschungsmethode. Wir begannen, Geschehnisse eines Ortes mit denen eines anderen zu vergleichen, betrachteten die historischen Bedingungen, politischen Systeme, wirtschaftlichen Situationen und Bodenfragen verschiedener Länder und suchten nach wiederkehrenden Faktoren. Mein Blickfeld öffnete sich allmählich: Deutschland, Taiwan und Brasilien existierten nun gleichzeitig auf einer Karte. Ein Problem, auf das eine Stadt stößt, kann in einem anderen Winkel der Welt längst aufgetreten sein. Unsere Aufgabe bestand darin, solche bereits vorhandenen Beispiele zu finden und sie nach Berlin zurückzubringen.
Während sich das Berliner Stadtbild weiter veränderte und viele Gebiete im Osten erneut in die Debatte über Entwicklung, Kapital und Bodenwert gerieten, stellte sich die Frage: Was würde nach der Öffnung dieser neuen Welt als Nächstes geschehen? Wohnen, Boden, Eigentum, Bevölkerungsbewegungen, städtische Vorschriften und die Frage, wer in der Stadt bleiben darf—die Antworten könnten über die ganze Welt verstreut sein. Mein Betreuer Arno Brandlhuber ist Berliner Architekt und war damals Professor für Architektur- und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Seit Langem befasst er sich mit der Berliner Stadtentwicklung, dem Baurecht und der Produktion von Raum. Er führte uns zu dem, was andernorts in der Welt geschah, um anschließend die Probleme des Berliner Städtebaus neu zu bedenken.
Viele Jahre später erstreckte sich Professor Brandlhubers Forschung zu Architektur und Institutionen bis zu Legislating Architecture und zu europäischen Initiativen für Baupolitik wie HouseEurope! Sie lassen sich zugleich als ‚Recht formt Gestaltung‘ und als ‚Recht gestalten‘ verstehen—als Ansatz, das Recht selbst zu einem Teil des architektonischen Entwerfens zu machen.
Auch das verstand ich erst allmählich. Architektur kann von einer Wand, einem Raum oder einem Gebäude handeln. Sie kann die Zusammenhänge aber auch immer weiter zurückverfolgen, bis zu den Beziehungen zwischen Bodenordnung, Kapital, Recht, Politik und Staat. Damals konnte ich diese Dinge jedoch noch nicht so klar formulieren.
Auf jener Forschungsreise durch Brasilien wählte ich den Glauben als mein städtisches Thema. Ich fuhr nach Aparecida, um Nossa Senhora Aparecida, eine der bedeutendsten Marienverehrungen Brasiliens, zu verstehen—und um zu untersuchen, wie sich eine Stadt allmählich um eine Wallfahrt bildet.
Aus taiwanischer Erfahrung gedacht, erinnert mich das an den Mazu-Glauben und die Pilgerzüge. Wenn ein bedeutendes religiöses Fest beginnt, strömen Zehntausende oder noch mehr Menschen gleichzeitig in eine Stadt. Autos, Reisebusse, Händler, Gläubige und religiöse Rituale konzentrieren sich an einem Ort. Die Menschen kommen, um zu pilgern, zu beten und Segen zu empfangen, und reisen dann wieder ab. Es ist ein überwältigender Anblick: endlose Plätze, endlose Verkehrsströme, endlose Märkte und eine Kirche von beinahe absurder Größe. In diesem Maßstab wird der einzelne Mensch plötzlich sehr klein.
Genau das wollte ich eigentlich untersuchen: wie ein Glaube allmählich zu Verkehr, Handel, Platz und Architektur wird und schließlich eine umfassende räumliche Ordnung der Stadt hervorbringt. Doch damals geriet ich ins Stocken. Ich sah vieles, wusste aber nicht, von welchem Standpunkt aus ich es erklären sollte. Da ich mit dieser Forschungsmethode gerade erst begonnen hatte, wusste ich nicht einmal, wie Forschung überhaupt funktioniert. Oft hatte ich bereits ein Gefühl und wusste, dass das, was vor mir lag, wichtig war; doch die Sprache hielt nicht Schritt. Ich konnte es weder präzise ausdrücken noch meine eigentliche Fragestellung vermitteln. Im Rückblick war genau das der Ort, an dem das Lernen wirklich begann.
Auf derselben Reise besuchten wir auch die Kernenergieanlagen bei Angra dos Reis. Das Kernkraftwerk liegt an der Atlantikküste, umgeben von Buchten, Bergen und Naturlandschaften. Für mich ähnelte dieser Konflikt einer gewaltigen Kernenergieanlage, die plötzlich mitten in der Natur- und Tourismuslandschaft von Kenting und der Hengchun-Halbinsel auftaucht und den Maßstab schlagartig in eine andere Richtung verschiebt. Deutschland bewegte sich damals allmählich auf den Atomausstieg zu, während sich in der Geschichte der brasilianischen Kernenergie eine deutlich erkennbare deutsche Spur erhalten hatte.
1975 schlossen Brasilien und die damalige Bundesrepublik Deutschland ein Abkommen über nukleare Zusammenarbeit. Auch die Entwicklung von Angra 2 und Angra 3 steht in direktem Zusammenhang mit dieser technischen Kooperation und dem Export von Anlagen. Dadurch spürte ich erstmals einen Widerspruch: Ein Land begann, die Risiken der Kernenergie neu zu bedenken, während dieselbe Technologie durch staatliche Zusammenarbeit bereits an einen anderen Ort der Welt gelangt war. Energiepolitik, Technologieexporte, wirtschaftliche Interessen, nationale Interessen und die lokale Umwelt waren miteinander verflochten. Damals begann ich zu verstehen, dass Architektur weit mehr berührt als nur Architektur. Sie berührt Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Boden, Geschichte und das Leben der Menschen. Genau das faszinierte mich an Architektur- und Stadtforschung. Stadtplanung, Architektur und Stadtforschung überschneiden sich; Architektur ist nur ein Eingang zum Problem, dahinter liegen Soziologie, Politik, Literatur, Philosophie und viele völlig unterschiedliche Wissenssysteme. Für mich war dies eine Schulung des mehrdimensionalen Denkens, und erst von diesem Zeitpunkt an begann sich meine Vorstellungskraft wirklich zu öffnen.
Doch diese Reise hatte noch einen anderen Strang. Bei jenem Unfall auf dem Meer hätte ich mich vielleicht unmittelbar von dieser Welt verabschiedet, doch ich überlebte. Wenn ich mehr als ein Jahrzehnt später zurückblicke, frage ich mich manchmal noch immer: Wenn ich damals bleiben durfte, welchen Weg soll ich als Nächstes gehen? Wenn diese Welt mich hierbehalten hat, was möchte ich mit der verbleibenden Zeit tun?
Vielleicht begann dort meine spätere, ständige Unruhe gegenüber der Zeit. Doch derselbe Ausgangspunkt trieb mich zugleich immer weiter voran. Berlin, Brasilien und Taiwan; Stadt, Architektur, Land und Glaube—am Ende verflocht sich alles wieder mit meinem eigenen Leben. Vieles erschien im jeweiligen Augenblick bloß zufällig. Erst als ich es mehr als ein Jahrzehnt später Abschnitt für Abschnitt wieder ausbreitete, erkannte ich allmählich, dass daraus die ganze Zeit ein Weg entstanden war, der schließlich zu einem Leitmotiv meiner späteren Arbeit wurde und nie wieder verschwand.











































